Fabian Stutz ist Motocross-Schweizermeister

Am vergangenen Wochenende wurden die beiden letzten Läufe der offiziellen Schweizermeisterschaften in der Kategorie Lites 250 im freiburgischen Cournillens ausgetragen. Der deutlich jüngere, erst 17 jährige Fabian Stutz war ab Beginn der Meisterschaft bei den schnellsten 3 Fahrern, welche sich vom übrigen Feld absetzten. Brian Reymondaz führte die Tabelle im 2. Drittel der Meisterschaft an, verletzte sich aber am Knie und verlor wichtige Punkte. Fabian Stutz konnte den Rückstand aufholen und letzten Sonntag mit 12 Punkten Vorsprung den Titel einfahren vor dem Franzosen Arnaud Billerey und dem Neuenburger Brian Reymondaz. Bei 7 von 10 Rennen stand Fabian Stutz auf dem Podest.

Im Motocross-Sport gibt es bei den schnellsten Kategorien drei Hubraumklassen, 125ccm 2 Takt, 250ccm 4 Takt und 450ccm 4 Takt.

Die Kategorie Lites 250 ist die zweitschnellste Kategorie mit 250ccm in der Schweiz und gilt als Sprungbrett zur  Klasse  Inter MX 2 mit 250ccm Motoren.  Fabian Stutz hat im letzten Jahr bei den Junioren 125 2 Takt die Meisterschaft als drittplatzierter abschliessen können. Nun  gelang ihm auf Anhieb der Meistertitel bei den Lites.

Die Serie bestand aus 10 Veranstaltungen, an welchen jeweils 2 Rennläufe à 20 Minuten und 2 Runden absolviert werden.

Der Motocross-Sport gewinnt in der Schweiz an Popularität, auch aufgrund der sehr guten Leistungen von Fahrern, wie Jeremy Seewer , Arnaud Tonus und Valentin Guillod, welche an Weltmeisterschaften Top-Ränge erzielen konnten. Aber auch durch die Anfang August in Frauenfeld zum dritten Mal durchgeführten Weltmeisterschaften, welche  über 30‘000 Zuschauer anlockten und vom Schweizer Fernsehen live übertragen wurden.

Um vorne mitzufahren braucht es eine gute physische Verfassung. Die Belastungen, welchen die Fahrer ausgesetzt sind, lassen sich mit denen der Skirennfahrer in etwa vergleichen.  Regelmässiges Konditionstraining über den Winter und während der Saison in Form von Velofahren, Laufen und Krafttraining ist Voraussetzung für gute Leistungen. Daneben ist noch 2 bis 3 maliges Training auf der Maschine pro Woche erforderlich.

Fabian Stutz begann mit dem Sport erst mit 10 Jahren in der Kategorie Kits 65 und konnte 2013 den 3. Schlussrang der Schweizermeisterschaft erzielen. Seine engsten Mitstreiter waren schon 2 bis 3 Jahre früher auf dem Motorrad.

Der Entscheid mit Motocross zu beginnen, lag sicherlich darin, dass sein Vater Philipp Stutz früher auch einige Jahre aktiv diesen Sport betrieben hat und der 5 Jahre ältere Bruder Julian, welcher Motocross fuhr, ihn dazu motivierte.

Nach einem Zwischenjahr in Süd-Frankreich über den letzten Winter, welches während 5 Monaten aus intensivem Fahrtraining und Konditionstraining bestand, begann Fabian nun die Lehre als Maurer im älterlichen Betrieb mit dem Ziel Sport und Ausbildung einigermassen in Einklang zu bringen.

Nächste Saison wird Fabian in der Kategorie Inter MX 2 die Schweizermeisterschaft bestreiten und an einigen internationalen Rennen in Frankreich und Deutschland teilnehmen.

Motocross ist sehr zeitaufwendig und die Betreuung an den Rennen ist wichtig. Diese Saison war Max Stocker bei den Rennen als Mechaniker und Betreuer im Einsatz. Als aktiver Fahrer kennt er die Belange genau und hat wie das gesamte Team und die vielen Helfer zu diesem Erfolg beigetragen. Einen Dank gehört auch den Sponsoren, welche Fabian Stutz unterstützten; Brandschutz AG Ettiswil, Carwill AG Willisau, Interkran AG Tuggen, Rekag AG Stahlhandel Nebikon und Stutz AG Bauunternehmung Willisau.

2018-09-18T13:16:25+00:00
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